Gängige Dispersionsmethoden
Mikromechanisches Abplatzen: Graphenflocken direkt von größeren Kristallen mit Klebeband abziehen, diesen Vorgang wiederholt fortsetzen. Durch Reiben eines Materials an thermisch expandiertem oder defektbehaftetem Pyrolytgraphit entstehen flächige Kristalle mit Monolayer-Graphen auf der Oberfläche des Massivgraphits.
Nachteile: Geringe Graphen-Ausbeute, kleiner Flächenumfang, Schwierigkeiten bei der präzisen Steuerung der Größe, geringe Effizienz, ungeeignet für die Großserienproduktion.
Chemische Gasphasenabscheidung: Dabei werden ein oder mehrere kohlenstoffhaltige gasförmige Substanzen (meist organische Gase mit niedrigem Kohlenstoffgehalt) in einen Vakuumreaktor eingeleitet, wodurch bei hohen Temperaturen die kohlenstoffhaltigen Gase zersetzt und verkokt werden (typischerweise organische Gase mit niedrigem Kohlenstoffgehalt). Bei diesem Vorgang wächst ein Kohlenstoff-Allotrop auf der Substratoberfläche.
Nachteile: Die hexagonale Honigwabengitter-Struktur von Graphen verhindert eine vollständige Graphitisierung, wodurch im Vergleich zu mikromechanischen Ablösungsmethoden eine geringere Qualität entsteht. Hohe Kosten und anspruchsvolle Anforderungen an die Ausrüstung begrenzen die großflächige Graphenproduktion. Zudem verringern notwendige Katalysatoren die Reinheit des Graphens.